14.06.2020 Sonntag 18:00 bis 19:30 Uhr
Leben ist immer lebensgefährlich (Sirenengesänge von Erich Kästner)

Seiner innig geliebten Mutter schrieb Erich Kästner: ,,Wenn ich 30 Jahre bin, will ich, daß man meinen Namen kennt. Bis 35 will ich anerkannt sein. Bis 40 sogar ein bißchen berühmt." Sein Wunsch ist mehr als in Erfüllung gegangen, denn nicht nur seine Kinderbücher verzauberten bald darauf Millionen Leser rund um den Globus. Auch als Romancier, Journalist, Lyriker, Essayist, Satiriker, Literatur-, und Theaterkritiker, Drehbuchautor, Kabarettist und Werbetexter wurde Erich Kästner weltberühmt. ,,Seine besten Einfälle", schrieb Dolf Sternberger, ,,haben den Charakter von Kolumbuseiern: Jedermann muß sich wundern, daß er darauf nicht selbst gekommen ist." Zum Beispiel jene einfache wie schöne Redewendung: ,,Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Wer weiß schon, daß sie von ihm ist. Mit sensibler Beobachtungsgabe sah Kästner illusionslos auf die Mißstände seiner Zeit. Er richtete den Blick weniger nach innen, als in die Welt. Die Helden seiner eleganten und eingängigen Verse sind die kleinen Leute, die im Straßencafé zu lange vor einer Tasse Kaffee sitzen, die Nachbarn im Mietshaus, die Begleiter im städtischen Nahverkehr. Über sie schrieb er, von ihnen wurde er gelesen.
Das Künstlerduo Alexander Stillmark und Volker Pfüller setzt die Reihe über bedeutende deutsche Humoristen fort. Freuen Sie sich diesmal auf ironische und bissige Gedichte, Lieder und Prosa aus der Hausapotheke von Erich Kästner (1899-1974). Seine scharfsichtigen Sirenengesänge sind es allemal wert, wieder entdeckt zu werden. Denn der hoffnungsvolle Pessimist war stets Moralist und Spaßmacher zugleich.

Veranstalter

Theater Rudolstadt

Tel. 03672 / 4 50-0
service@theater-rudolstadt.de

21.06.2020 Sonntag 17:00 bis 19:00 Uhr
,,Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles" - Eine szenische Lesung über Friedrich Hölderlin

36 Jahre, die Hälfte seines Lebens, lebte der Dichter Friedrich Hölderlin nach seinem psychischen Zusammenbruch in einem Tübinger Turmzimmer in der Obhut einer Tischlerfamilie. Der Student Wilhelm Waiblinger, selbst ein provokativer Grenzgänger, erweist dem kühnen Sprachexperimentator über Jahre hinweg seine tiefe Verehrung und Zuneigung. Aus Waiblingers persönlichen Berichten, Hölderlins Texten und Briefen weiterer Zeitzeugen lassen Heike Meyer und Timo Gutekunst das tragische Lebensschicksal des Dichters, seine unerfüllbare Liebe und seine revolutionären Hoffnungen wieder auferstehen.
Bei Regen findet die Veranstaltung im Lichthof statt.
In Zusammenarbeit mit dem Lese-Zeichen e. V.
Eintritt: 8 EUR

Veranstalter

Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 03672-486470
info@schillerhaus-rudolstadt.de

28.06.2020 Sonntag 18:00 bis 19:30 Uhr
Leben ist immer lebensgefährlich (Sirenengesänge von Erich Kästner)

Seiner innig geliebten Mutter schrieb Erich Kästner: ,,Wenn ich 30 Jahre bin, will ich, daß man meinen Namen kennt. Bis 35 will ich anerkannt sein. Bis 40 sogar ein bißchen berühmt." Sein Wunsch ist mehr als in Erfüllung gegangen, denn nicht nur seine Kinderbücher verzauberten bald darauf Millionen Leser rund um den Globus. Auch als Romancier, Journalist, Lyriker, Essayist, Satiriker, Literatur-, und Theaterkritiker, Drehbuchautor, Kabarettist und Werbetexter wurde Erich Kästner weltberühmt. ,,Seine besten Einfälle", schrieb Dolf Sternberger, ,,haben den Charakter von Kolumbuseiern: Jedermann muß sich wundern, daß er darauf nicht selbst gekommen ist." Zum Beispiel jene einfache wie schöne Redewendung: ,,Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Wer weiß schon, daß sie von ihm ist. Mit sensibler Beobachtungsgabe sah Kästner illusionslos auf die Mißstände seiner Zeit. Er richtete den Blick weniger nach innen, als in die Welt. Die Helden seiner eleganten und eingängigen Verse sind die kleinen Leute, die im Straßencafé zu lange vor einer Tasse Kaffee sitzen, die Nachbarn im Mietshaus, die Begleiter im städtischen Nahverkehr. Über sie schrieb er, von ihnen wurde er gelesen.
Das Künstlerduo Alexander Stillmark und Volker Pfüller setzt die Reihe über bedeutende deutsche Humoristen fort. Freuen Sie sich diesmal auf ironische und bissige Gedichte, Lieder und Prosa aus der Hausapotheke von Erich Kästner (1899-1974). Seine scharfsichtigen Sirenengesänge sind es allemal wert, wieder entdeckt zu werden. Denn der hoffnungsvolle Pessimist war stets Moralist und Spaßmacher zugleich.

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Theater Rudolstadt

Tel. 03672 / 4 50-0
service@theater-rudolstadt.de

29.06.2020 Montag 17:00 bis 19:00 Uhr
Grüner Salon mit Frithjof Reinhardt

Dieser Gesprächskreis unter Leitung von Karl-Heinz Swirszczuk richtet sich an alle, die Freude am gemeinsamen Philosophieren und Debattieren über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und philosophische, ethische oder wissenschaftliche Fragen haben. Gastreferent ist in diesem Sommer der Philosoph Dr. Frithjof Reinhardt. Er wird nicht nur mit den Teilnehmern philosophieren, sondern auch eine Einordnung ihrer Ideen in größere philosophiegeschichtliche Zusammenhänge vornehmen. Die Treffen des Kreises sind offen für interessierte Teilnehmer jeden Alters, die Freude am gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren haben.
Eintritt: 5 EUR (Schüler und Studenten frei)

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 03672-486470
info@schillerhaus-rudolstadt.de

14.08.2020 Freitag 19:30 bis 21:30 Uhr
Leseparty im Schillergarten

Die Idee ist beileibe nicht neu, dennoch macht sie, aus den USA kommend, gerade in vielen Städten Furore. Von Kiel bis München finden sich Leser zu Silent Reading Partys zusammen. Mal in Ruhe ein Buch lesen, jeder in einem mitgebrachten Buch seiner Wahl, auf einer Party mit 20, 30, 40 weiteren Gästen ist das perfekte Gegenprogramm zu ständiger Erreichbarkeit und Reizüberflutung. Auch der Schillergarten lädt in diesem Sommer zu einer solchen Leseparty ein - man kann sich am Rande über das Gelesene austauschen, einen Wein trinken und es sich auf den roten Picknickdecken oder in den Liegestühlen im Schillergarten gemütlich machen. Bei Regen nehmen wir die Decken mit ins Museum, wo sich auch bestens lesen lässt.
Eintritt frei

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 03672-486470
info@schillerhaus-rudolstadt.de

20.09.2020 Sonntag 16:00 bis 17:00 Uhr
Kindertags-Special: Kinderführung mit der Katze Toutou

Was wir nicht alles über die Bewohner des Hauses im 18. Jahrhundert wissen! Sogar den Namen der Katze von Schillers späterer Frau Charlotte von Lengefeld: Toutou, von Schiller liebevoll ,,Duduchen" genannt. Und was so eine Katze wohl vom Leben im Hause der Familie von Lengefeld erzählen könnte! Nun, in unserem Haus schleicht seit einiger Zeit eine Nachfahrin Toutous herum und wie man so hört, weiß sie allerhand Unerhörtes zu erzählen. Kommt also vorbei und lasst Euch von unserer Toutou durchs Schillerhaus führen.
Eintritt für Kinder frei, Erwachsene: 5 EUR

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 03672-486470
info@schillerhaus-rudolstadt.de

28.09.2020 Montag 17:00 bis 19:00 Uhr
Grüner Salon mit Frithjof Reinhardt

Dieser Gesprächskreis unter Leitung von Karl-Heinz Swirszczuk richtet sich an alle, die Freude am gemeinsamen Philosophieren und Debattieren über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und philosophische, ethische oder wissenschaftliche Fragen haben. Gastreferent ist in diesem Sommer der Philosoph Dr. Frithjof Reinhardt. Er wird nicht nur mit den Teilnehmern philosophieren, sondern auch eine Einordnung ihrer Ideen in größere philosophiegeschichtliche Zusammenhänge vornehmen. Die Treffen des Kreises sind offen für interessierte Teilnehmer jeden Alters, die Freude am gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren haben.
Eintritt: 5 EUR (Schüler und Studenten frei)

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Schillerhaus Rudolstadt

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03.10.2020 Samstag 20:00 bis 21:00 Uhr
Kerzenlichtführung: Alltagsleben im 18. Jahrhundert

Die Sonderführung mit Dr. Daniela Danz, der Leiterin des Hauses, lässt die Museumsräume wieder lebendig werden: Womit vertrieb man sich im Beulwitzschen Salon an langen dunklen Winterabenden die Zeit, was waren die Freuden des Sommers, was hing im Kleiderschrank und was gab es in der Küche - und wo war eigentlich das Badezimmer? Manchmal trägt ein Gang über die Hintertreppe auch dazu bei, einen Blick zu erhaschen, der für das Verständnis der Literatur des ausgehenden 18. Jahrhunderts einigen Aufschluss bringt.
Eintritt: 5 EUR

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 0 36 72 - 48 64 70
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13.10.2020 Dienstag 19:30 bis 21:00 Uhr
Auf dem Sofa mit ... Anke und Martin Wendl

Anfang Juni 1991 gründeten Anke und Martin Wendl das Kunst-Auktionshaus Wendl, das sich schnell vom Geheimtipp zu einem erfolgreichen, international bekannten Unternehmen entwickelte. So erfolgreich das Haus heute ist, so interessant ist auch seine Vorgeschichte: 1987 wurden Wendls eines der Opfer der ,,Zwangsenteignung zwecks Devisen-beschaffung". Beinahe um die gesamte Existenz gebracht, blieb ihnen nur die Ausreise, aber gleich nach der Wiedervereinigung ging es von Würzburg aus an die Vorbereitung zur Auktionshaus-Gründung in der alten Heimat. Im Gespräch mit Daniela Danz erzählt das Ehepaar Wendl von einem ereignisreichen Leben mit der Kunst.
Eintritt: 8 EUR (inkl. einer kulinarischen Überraschung)

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Schillerhaus Rudolstadt

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28.10.2020 Mittwoch 19:30 bis 21:00 Uhr
Hartmut Rosa liest aus ,,Unverfügbarkeit"

Hartmut Rosa plädiert mit seinem Buch ,,Unverfügbarkeit" für eine Gesellschaft, die der Verfügbarkeit der Welt Grenzen setzt. Das zentrale Bestreben der Moderne gilt der Vergrößerung der eigenen Reichweite, des Zugriffs auf die Welt: Diese verfügbare Welt ist jedoch, so Hartmut Rosas brisante These, eine verstummte, mit ihr gibt es keinen Dialog mehr. Gegen die fortschreitende Entfremdung zwischen Mensch und Welt setzt Rosa die ,,Resonanz", als klingende, unberechenbare Beziehung zu einer nicht verfügbaren Welt. Zur Resonanz kommt es, wenn wir uns auf Fremdes, Irritierendes einlassen, auf all das, was sich außerhalb unserer kontrollierenden Reichweite befindet. Das Ergebnis dieses Prozesses lässt sich nicht vorhersagen oder planen, daher eignet dem Ereignis der Resonanz immer auch ein Moment der Unverfügbarkeit.
Eintritt: 6 EUR

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 03672-486470
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20.11.2020 Freitag 19:30 bis 21:00 Uhr
Verbrecher aus verlorener Ehre (Schauspiel von Martin Menner nach Friedrich Schiller)

Christian Wolf begeht aus Dummheit, wirtschaftlicher Not und dem Bedürfnis, seiner Liebsten zu imponieren, eine Straftat. Was dann folgt, könnte man persönliches Schicksal und individuelles Fehlverhalten nennen - oder die Fehlbarkeit von Gesellschaft und Justiz. Im Mittelpunkt dieser packenden Bearbeitung von Schillers Schauspiel stehen ganz aktuelle Fragen: Wieviel Mitschuld hat die Gesellschaft am Werdegang eines jeden Verbrechers? Wie viel Verständnis sollte er bekommen? Wie viel kann er erwarten? Darf die Gesellschaft einen aus dem Gefängnis Entlassenen sich selbst überlassen? Martin Menner spielt nicht nur Christian Wolf, er kommentiert das Schauspiel zugleich.
Eintritt: 6 EUR

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Schillerhaus Rudolstadt

Tel. 0 36 72 - 48 64 70
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23.04.2021 Freitag 19:30 bis 21:30 Uhr
Stefana Sabin liest aus ,,AugenBlicke - Eine Kulturgeschichte der Brille"

Von Kaiser Neros Smaragd über die selbstgebastelte Brille von Benjamin Franklin, mit der er sowohl in die Nähe als auch in die Ferne schauen konnte, bis zu Marilyn Monroes Katzen-Brille, die einen modischen Umschwung einläutete, und von der Gralsdichtung bis zu Harry Potter - das einsichtsreiche und überaus lesenswerte Buch der Frankfurter Autorin und Literaturwissenschaftlerin Stefana Sabin erzählt von Brillen und Menschen. Und davon, wie ein scheinbar unwesentliches Objekt die Lebens- und Arbeitsbedingungen grundlegend verändert hat. Dergestalt, dass man fast behaupten könnte, dass die Umwertung der Sehschwäche von einer Krankheit, die mit Pomaden und Tinkturen behandelt wurde, in eine Beeinträchtigung, die sich mit technischen Instrumenten beheben lässt, den Beginn der Moderne bezeichnet. 

Eintritt: 6 EUR
Wir danken der Firma Augenoptik Pilling für die freundliche Unterstützung dieser Veranstaltung.

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Schillerhaus Rudolstadt

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