Das Rudolstädter Museum unterscheidet sich gegenüber allen weithin
bekannten Schiller-Gedächtnisstätten dadurch, dass es seinen Fokus auf
eine Zeit in Schillers Leben richtet, die man als Wende bezeichnen
kann. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung der ersten
Begegnung mit Johann Wolfgang von Goethe sowie Schillers Verhältnis zu
Charlotte von Lengefeld und Caroline von Beulwitz. Der glücklicherweise
in großen Teilen erhaltene Briefwechsel aus der Rudolstädter Zeit
erlaubt heute vielschichtige Interpretationen zu dem nicht immer
eindeutig zu entwirrenden Beziehungsgeflecht zwischen den
Schwestern und Friedrich Schiller.